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DAI-Objectdata-Ecosystem

Die im Jahre 2004 begonnene Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut beginnt in der ganzen Breite der DAI-Aktivitäten Platz zu greifen. So ist der Einstieg in die Bilddigitalisierung gelungen durch die DFG-Förderung der Digitalisierung von 40.000 historischen DAI_Glasnegativen. Zudem partizipiert die Universität zu Köln an der ebenfalls DFG-finanzierten Aufarbeitung der Basilica Aemilia durch die exemplarische Erstellung einer Webplattform für die Erfroschung eines antiken Gebäudes. Als weiteres prominentes Projek wäre die digitalisierte Version des Corpus der Antiken Sarkophage zu nennen. In den Aktivitäten des Deutschen Archäologischen Instituts ist dessen Grabungstätigkeit ein weiteres Schwerpunktgebiet. Diese Grabungen werden dort, wo sie moderner geführt werden, mit Geographischen Informationssystemen (GIS) systematisiert. Um diese Neuentwicklung nicht völlig divergieren zu lassen und weil diese GIS-Systeme auch reine Objektdatenverwaltungen als Komponenten enthalten, liegt hier eine der entscheidenden Schnittstellen für den Datenverkehr.

Die Objektdaten der diversen Grabungen können nicht nur untereinander, sondern auch mit Arachne-Objektdaten gebündelt und somit einheitlichen Abfrageprozeduren für die Forschung, aber auch durchgängigen Verwaltungsprozeduren für die diversen angeschlossenen Einheiten unterzogen werden.

Dadurch entsteht ein in den europäischen Altertumswissenschaften beispielloses Portfolio digitaler Datenkomplexe, deren Strukturierung und Erschließung vom DAI in Kooperation mit dem Forschungsarchiv für Antike Plastik, der HKI (Prof. Dr. M. Thaller), dem Lehrstuhl von Prof. Dr. U. Lang geleistet und vom ZAIK auch vorgehalten werden. Bevor das Fernziel einer komplett über CIDOC-CRM-Schnittstellen integrierten Datenwelt erreicht sein wird, soll das DAI-Objectdata-Ecosystem sichern, daß Objekte zwischen völlig heterogenen lokalen und zentralen Datenverwaltungen ohne Informationsverlust hin- und herwandern können, um einerseits überregional, andererseits lokal und offline weiterbearbeitet werden zu können. Dabei soll der Anpassungsbedarf der lokalen Datenverwaltungen nahe null gehalten und die notwendigen Anpassungen durch Überführungs-Algorithmen geleistet werden. Die Entwicklung des DAI-Objectdata-Ecosystem wird für 3 Jahre anteilig von der Universität zu Köln und der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin finanziert.

Prof. Dr. Reinhard Förtsch, Florian Willems, M.A.