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Klassische Archäologie

Prof. Dr. Dieter Hertel

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Tel.: +49-(0)234-580644
Email: dieter_hertel(at)web.de


Forschungsschwerpunkte

Neben die in der Studentenzeit einsetzende Beschäftigung mit der Porträtkunst der iulisch-claudischen Zeit traten zunehmend seit 1988 zwei weitere Schwerpunkte, die Archäologie und Geschichte von Troia-Ilion von der späten Bronzezeit bis zur Spätantike und von Nordwestkleinasien und Lesbos (einschließlich Pergamons) von der mittleren/späten Bronzezeit bis in hellenistische Zeit. Konkrete Forschungsthemen waren/sind die Art und Zeit der ´Gründung` des griechischen Troia-Ilion, die Rolle dieses Ortes als antiker Denkmalstadt, die Geschichte von Larisa am Hermos, besonders seine Bedeutung als Tyrannensitz, die sog. Äolische Wanderung und das kulturelle Profil der Äolis. Die Untersuchungen beruhten/beruhen auf der Zusammenstellung und kritischen Interpretation der einschlägigen Schriftquellen und der archäologischen Zeugnisse (vor allem von Architektur, Urbanistik, Keramik, dabei bes. der sog. Äolisch-Grauen Ware), was bedeutet, das auch das in den Vorberichten und Publikationen älterer Grabungen niedergelegte Verständnis der Befunde/Funde hinterfragt und eine Zusammenstellung und Auswertung von nur unvollständig in den Publikationen behandelten Grabungsunterlagen vorgenommen wurden.

Detaillierte Informationen

Laufende Forschungsprojekte

Neupublikation der Schliemann-Sammlung im Museum für Vor- und Frühgeschichte, im Pergamonmuseum/in der Antikensammlung

Seit August 1994 Neupublikation der Schliemann-Sammlung im Museum für Vor- und Frühgeschichte, im Pergamonmuseum/in der Antikensammlung, alle Preußischer Kulturbesitz, Berlin, sowie Zusammenstellung und Aufarbeitung von nur unvollständig in den Grabungspublikationen ausgewerteten Unterlagen der Grabungen Dörpfelds und Blegens in Troia-Ilion. Zur Projektseite...

Ansprechpartner: Dieter Hertel

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Die früheisenzeitlichen Befunde/Funde aus Antissa/Lesbos sowie andere Zeugnisse und ihre Bedeutung für die Beurteilung der sog. Äolischen Wanderung

Von der DFG gefördertes Forschungsvorhaben, von Mai 2010 bis April 2011 und von Oktober 2011 bis März 2013 durchgeführt. Ziel dieses Projektes war zum einen die Dokumentation der von W. Lamb 1931/32 bei ihren Grabungen in Antissa gefundenen griechischen Keramik aus der Zeit zwischen 1050 bis 500 v. Chr., dann, unter Heranziehung der in der British School at Athens aufbewahrten Grabungsunterlagen, die Überprüfung von Lambs` Chronologie und Deutung der Baureste sowie die Rekonstruktion der Nekropole. Zum anderen sollten alle archäologischen Befunde/Funde und alle schriftlichen Quellen zusammengestellt und untersucht werden, die Angaben zur sog. Äolischen Wanderung liefern. Das Manuskript der Publikation der Befunde/Funde aus Antissa ist für The Annual of the British School at Athens bestimmt, das der Monographie zur ´Äolischen Wanderung` für eine deutschsprachige Reihe (die Rohfassungen beider Manuskripte sind noch ergänzungsbedürftig).

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Larisa am Hermos. Ostgriechischer Aristokraten- bzw. Tyrannensitz, äolische Gründung und Fundort äolischer Keramik

Aufbauend auf kritischer Durchsicht der Grabungspublikation und der Vorberichte sowie der Auswertung der in der Archäologischen Sammlung der Universität Göttingen wiederentdeckten, nicht für die Grabungspublikation herangezogenen Grabungsunterlagen und der in diese Sammlung gelangten, umfangreichen Fundkeramik, kam es zu einer Neubewertung der Rolle Larisas, deren Hauptresultate folgende sind: Vor dem historischen Hintergrund ließ sich klären, wann Larisa Königs-, Aristokraten-, Tyrannensitz und ´demokratische` Polis war und wie sich das Verhältnis zu Persern bzw. Athenern gestaltete.

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Prof. Dr. Dieter Hertel