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Forschung aktuell

"Waffen im Kult" ROMEC XX – Köln 2019

Vom 11. - 15. Juni 2019 fand am Archäologischen Institut die XX. ROMEC (Roman Military Equipment Conference) mit zahlreichen internationalen Teilnehmern statt.

Die XX. Jubiläumsausgabe der Roman Military Equipment Conference wurde am Abend vor dem offiziellen Beginn mit einem Umtrunk im Archäologischen Institut eingeläutet, der regen Zuspruch fand. Noch waren nicht alle der über 170 Teilnehmer eingetroffen, aber eine nennenswerte Anzahl von ihnen genoss die sommerliche Wärme vor dem Institut bei Kölsch, traf Freunde und meldete sich zur Konferenz an.

Am nächsten Morgen begann dann mit einer sehr freundlichen Begrüßung durch den Prodekan für Lehre, Studium und Studienreform der Universität zu Köln, Prof. Dr. Andreas Michel der erste Tag der Konferenz. Es folgte ein kurzweiliger Überblick zur Geschichte der Konferenz durch einen ihrer Gründer, Mike Bishop, der im Anschluss seinen Auftaktvortrag zum Thema der Konferenz „Waffen im rituellen Kontext“ hielt. Zwischen den beiden Vorträgen wurde eine große Jubiläumstorte durch einen Legionär in voller Ausrüstung (Dr. Boris Burandt) hereingetragen, die in der an die Vorträge anschließende Pause durch die Teilnehmer genussvoll verspeist wurde.

Nach diesem Auftakt ging es dann mit der ersten Session zu Waffen in Tempeln mitten in das Kernthema der Konferenz. Der Nachmittag war fast zur Gänze dem Postercafé gewidmet, bei dem die Gestaltenden der Poster angehalten waren ihre Poster live in 5 Minuten vorzustellen, was sich als eine erfolgreiche Methode erwies, die erwünschten Diskussionen einzuleiten.

Die Abendveranstaltung des Tages führte die Teilnehmer wiederum ins Archäologische Institut, wo eine Kölschprobe der Produkte fünf verschiedener Brauereien und eine Diavorstellung mit den Bildern vergangener Konferenzen die Höhepunkte des Abends waren.

Der Mittwoch sah uns im Akademischen Kunstmuseum in Bonn, wo wir von der Kustodin herzlich begrüßt wurden  und uns den Sessions zu Waffen im Wasser, im Moor und in Gruben widmeten. Die Abendveranstaltung war durch das LVR-Museum organisiert und fand wegen der Kombination von spannenden Funden, modernem Museum und freigiebiger Gastfreundschaft hohen Anklang bei den Teilnehmenden.

Am Donnerstag wurde – wiederum in Köln – die Session zu den Waffen in Gruben fortgesetzt, gefolgt von der Session zu Tropaia und dem Beginn der allgemeinen Session, in der sich alle Vorträge fanden, die nicht zum Hauptthema der Konferenz gehörten. An diesem Abend waren wir bei der Fritz-Thyssen-Stiftung am Neumarkt zu Gast, um dem Festvortrag von Prof. Thomas Fischer zur Forschungsgeschichte der römischen Bewaffnung zu lauschen und uns anschließen auf der Terrasse an den angebotenen Köstlichkeiten zu laben.

Am Freitag fand eine Exkursion nach Trier statt, bei der trotz des frühen Aufbruchs keiner der angemeldeten Teilnehmer fehlte. Auch hier wurden wir im Landesmuseum auf das freundlichste begrüßt und durften sowohl die ständige Ausstellung als auch eine extra zusammengestellte Sonderausstellung bewundern. Zudem konnten die Teilnehmer an zwei Führungen zu römischen Denkmälern in Trier (Konstantinsbasilika & Kaiserthermen, Porta Nigra & Dom) teilnehmen. Der Abend wurde auch hier genussreich mit einem Diner aus lokalen Spezialitäten im Weinkeller Kesselstatt abgerundet. Da auch auf der Rückfahrt keiner der Teilnehmer verloren ging, kann man wohl trotz der späten Ankunft in Köln von einem sehr erfolgreichen Exkursionstag sprechen.

Am letzten Tag war der Vormittag der VEX. LEG. VIII AUG und ihren Katapulten gewidmet, die auf der Universitätswiese hinter dem Hauptgebäude Testschüsse abgaben und viel Aufmerksamkeit beim Publikum sowie der Presse bekamen. Im zweiten Teil des Tages wurde die allgemeine Session fortgesetzt und mit ihrem Ende die Konferenz abgeschlossen. Ein letzter Höhepunkt wurde auf der Konferenzparty in Manni’s Rästorang erreicht, zum einen wegen der für viele Teilnehmer merkwürdigen Spezialitäten (Mettigel mit Zwiebeln, Soleier, usw.) und zum anderen, weil die Letzten diese gastliche Stätte erst um halb drei morgens verließen, um anderswo weiter zu feiern