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Literaturrecherche

Eine gründliche Literaturrecherche und -rezeption ist die Grundlage einer jeden guten Hausarbeit. Doch wie findet man all jene Bücher, Artikel, Konferenzbeiträge und online-Publikationen, die für die eigene Fragestellung wichtig sind?

Eine einfache Online-Suche hilft meist schnell weiter, da heutzutage vieles online zugänglich ist. Viele Werke lassen sich über einen Universitätszugang kostenfrei erreichen. Bei Online-Portalen wie Academia.edu oder Researchgate.net stellen Autoren oft ihre eigenen Werke zur freien Verwendung ein.
Einen zweiten Anlaufpunkt stellen die Online-Kataloge der Universität dar, die die Sammlungen aller Institute digital vereinen und genaue Informationen über Anzahl und Standort bereithalten. Eine Liste digitaler Kataloge ist im Bereich „E-Learning“ zu finden. Hier ist es sinnvoll verschiedene Stichworte zu probieren. Interessiert man sich zum Beispiel für die Latènekultur, kann man nach den Stichworten „Kelten“, „keltische Stämme“, „La Tène“, „Latène“, „späte vorrömische Eisenzeit“, „Europa 400 v. Chr.“, „Latènezeit“ oder „Latènekultur“ suchen. Kennt man bereits den Namen eines/r Autors/in, lässt sich danach ebenfalls direkt fahnden.
In manchen (wenigen) Bibliotheken sind noch sog. Zettelkästen vorhanden. Damit ist ein antiquiertes Karteikärtchen-System gemeint, bei welchem man meist nur nach dem Namen eines/er Autors/in suchen kann. Unter Umständen lohnt sich jedoch ein Blick, da manchmal nicht alles digitalisiert wurde und damit online auffindbar ist.
Ein weiterer Startpunkt der analogen Suche sind Zeitschriften, die sich mit der gesuchten Region oder Epoche beschäftigen. Damit man nicht jeden Zeitschriftenband einzeln begutachten muss, gibt es sog. Registerbände: In diesen sind alle bis zu einem bestimmten Datum erschienenen Artikel nach Autoren und Themenbereichen aufgelistet und sortiert.

Hat man ein Buch oder Artikel zum gesuchten Thema gefunden, ist es zunächst eine gute Idee das Literaturverzeichnis am Ende durchzugehen. Dafür eignen sich besonders aktuelle Veröffentlichungen zu einem Thema, da sie in der Regel die wichtigsten Werke der Forschung zitieren. So kann man einen guten Überblick zum gesuchten Thema und vorhandenen Literatur erlangen.
Das Schöne an der Suche in einer realen Bibliothek ist jedoch, dass man vor Regalen stehen und stöbern kann! Hat man ein vielversprechendes Buch gefunden, befinden sich häufig in der Nähe andere Bücher, die ebenfalls interessant und thematisch relevant sind.
Es bietet sich darüber hinaus auch an, einfach mit Kommilitonen über das Thema zu reden. Vielleicht haben sie sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt oder haben Hinweise für die Recherche. Versuchen Sie stets eine möglichst umfassende Suche der vorhandenen Literatur durchzuführen. Nicht alles davon werden Sie im Detail lesen müssen, jedoch gilt es die Texte durch ein kurzes Überfliegen einzuordnen und die wichtigen Informationen herauszufiltern.

Haben Sie keine Angst vor fremdsprachiger Literatur! Vieles lässt sich erschließen und damit üben. Englische und französische Literatur gehören zum Studium dazu, aber selbst Italienisch oder Spanisch sind leichter zu verstehen, als man zunächst denkt.