Wissenseinstieg griechische Archäologie

Erstellt im Rahmen des Tutorenprogrammes des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Inhalte wurden erarbeitet von der Medien-AG des Archäologischen Instituts sowie den Tutoren Marco Galli, Carmen Marcks und Simone Vogt.
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Epocheneinteilung - Griechische Kunst

1. Übersicht
Geometrische Zeit: 8. Jh. v. Chr.
Archaische Zeit: ca. 700 - 490/80 v. Chr.
orientalisierende Phase: ca. 700 - 620 v. Chr.
hocharchaisch: 620 - 560 v.Chr.
spätarchaisch: 560 - 490/80 v. Chr.

Klassische Zeit: ca. 490/80 - 330 v. Chr.

Stilphasen:
Strenger Stil: 490/80 - 450 v. Chr.
Hochklassik: 450 - 430 v. Chr.
Reicher Stil: 430 - 400 v. Chr.
Spätklassik: 400 - 330 v. Chr.
Hellenistische Zeit: ca. 330 - 30 v. Chr.

2. Charakterisierung
Geometrische Zeit: 8. Jh. v. Chr.

Koloniegründungen
Aufblühen überregionaler Heiligtümer
Beginn der Überseefahrt
Entwicklung der Schrift
Entstehung der homerischen Epen

Archaische Zeit: ca. 700 - 490/80 v. Chr.
Politische und kulturelle Konzentration des Lebens in ausgewählten Städten: POLEIS

Herrschaft des Adels, verschiedentlich reißen Tyrannen Macht an sich (Kypseliden in Korinth, Peisistratiden in Athen 561-10 v. Chr.
Kunst und Kultur werden daher von Idealen des Adels bestimmt und geprägt.

prägend außerdem:
Teilnahme am "internationalen" Handel Aufschwung in den Kolonien in Unteritalien, Sizilien, Schwarzmeergebiet Rezeption von Impulsen aus den Kulturen des Orients (Ägypten, Vorderasien): führt zur orientalisierenden Phase in der griechischen Kunst (= Integration und Umformung der fremden Elemente in der griechischen Kunst)

Merkmale der archaischen Kunst: monumentaler Tempelbau, monumentale Plastik, schwarzfigurige Vasenmalerei.

Literatur:Sappho, Alkaios, Archilochos (Lyrik); Thales, Anaximander, Parmenides (Naturwisenschaft/Philosophie)

7. Jh. v. Chr.
Bildkunst besonders geprägt von der Rezeption der Motive und Formen aus dem Vorderen Orient und Ägypten = orientalisierende Phase (ca. 700 - 620 v. Chr.)
Handelsmacht Korinth ist führend

620-490/80 v. Chr. (= hoch- bzw. spätarchaische Zeit)
Bildkunst entwickelt Konsolidierung in Techniken und Formen (Kourosschema)
Athen übernimmt von Korinth die Rolle des führenden Zentrums s. vor allem Vasenexport nach Italien, Schwarzmeergebiet, Sizilien
Glanzvolle Ausstattung der Heiligtümer (Athen, Samos), die ihren Höhepunkt um 560 v. Chr. erreichte
demnach hocharchaisch 610 - 560 v.Chr.

spätarchaisch 560 - 490/80 v. Chr.
In Athen liegt die historische Grenze der Epoche beim Sturz der Peisistratiden 510 v. Chr. und den Reformen des Kleisthenes 508/7 v. Chr.

Der Adelskultur verbundene Bildthemen bleiben aber noch kurze Zeit weiterhin gültig (bis ca. 480 v. Chr.)

um 490/80 v. Chr. entwickelt sich die Ponderation, die Schwelle zur Klassik wird hier allmählich überschritten.

Klassische Zeit: ca. 490/80 - 330 v. Chr.
Athen entwickelt sich zur Demokratie; diese Entwicklung beginnt bei den Reformen des Kleisthenes (507/508 v. Chr.) und zieht eine Veränderung des gesamten politischen Wertesystems mit sich.

Militärische Meilensteine: Perserkriege
490 Schlacht bei Marathon
480 Schlacht bei Salamis
479 Schlacht bei Plataiai (Eid von Plataiai: alles, was durch Perser zerstört wurde, soll als Mahnmal so liegen bleiben und nicht wieder aufgebaut werden).

Durch die Perserkriege bildet sich neue griechische Identität: alles Fremde gilt als Gefahr

Kultur Athens wird getragen durch delisch-attischen Seebund (seit 478/7 v. Chr.)

Entscheidender Ausbau der Demokratie durch Perikles (461-29 v. Chr.)

Radikale Machtpolitik Athens führte zu Konflikt mit Sparta und schließlich zum Peloponnesischen Krieg (431 - 404 v. Chr.), womit das Ende der Blütezeit Athens gekommen war.

Die Rivalität der Städte Athen, Sparta, Theben prägt das 4. Jh. v. Chr.

Bürger sind kaum mehr bereit, sich politisch zu engagieren, Familie und privater Wohlstand treten immer mehr in den Vordergrund

Literatur: Die Tragödie bildete die zentrale Gattung im 5. Jh. v. Chr. (Dicher spielten große Fragen der kollektiven Normen auf der Ebene des Mythos durch); politischer Charakter auch bei Komödie (Aristophanes); Geschichtsschreibung (Herodot; Thukydides; Xenophon); Philosophie (Sokrates, Platon, Aristoteles)

Bildkunst des 5. Jhs. v. Chr.: entschieden in den Dienst der Politik gestellt, die ersten politischen Denkmäler entstehen (Tyrannenmördergruppe auf der Agora, Bildnisse von Staatsmännern: Themistokles, Perikles); Ausgestaltung der Akropolis, Bau des Parthenon (Höhepunkt der politischen Selbstdarstellung Athens und der klassischen Kunst überhaupt)

Skulptur: Einführung der Ponderation bei Statuen

Vasen. rf. Stil drängt sf. zurück; die von der Adelsgesellschaft geprägten Bilder werden nach 480 v. Chr. von Bildern von Einzelpersonen oder der Kleinfamilie abgelöst.

Stilphasen:
Strenger Stil: 490/80 - 450 v. Chr.
Hochklassik: 450 - 430 v. Chr.
Reicher Stil: 430 - 400 v. Chr.
Spätklassik: 400 - 330 v. Chr.

Ende der Epoche = Ende der Selbstbestimmung griechischer Städte nach der Unterwerfung durch Philipp II. von Makedonien und Alexander den Großen

Hellenistische Zeit: ca. 330 - 30 v. Chr.
323 v. Chr. - also nach dem Tode Alexanders - Gliederung des Reiches in mehrere Diadochenreiche, nach Dynastien eingeteilt:

Makedonien (Pella): Antigoniden
Syrien (Antiochia), Mesopotamien: Seleukiden
Ägypten (Alexandria): Ptolemäer
westl. Kleinasien (Pergamon): Attaliden

Städte in Griechenland blieben nominell frei; Bildung griechischer Bünde, z.B. achaischer Bund, aitolischer Bund

Seit Ende des 3. Jhs. v. Chr.: Rom greift in die Welt der hellenistischen Reiche ein: Ende der hellenistischen Welt

Literatur: neue Komödie (Menander), Theokrit, Kallimachos; Philosophenschulen: Peripatos (Aristoteles, Theophrast), Stoa (Zenon); Kepos (Epikur), Kyniker (Diogenes).

Hellenistische Kultur wird von den Herrschersitzen geprägt: hier monumentale Architekturen, Staatsdenkmäler (Gallieranathem in Pergamon), Bildnisstatuen, luxuriöse Kleinkunst entwickelt

Bürgertum bildete neue Formen der Selbstdarstellung in öffentlichen Standbildern und Grabdenkmälern

Nicht nur die herrschende Schicht mit ihren Idealen, sondern auch die gegensätzliche soziale Realität kam zur Geltung (s. Statuen und Kleinkunst: Fischer und Landleute, Zwerge, Krüppel, Bettler, Ammen etc.)

Der Begriff ,Hellenismus" wurde geprägt von J.C. Droysen für die Zeit zwischen Alexanders Tod (323 v. Chr.) und der Schlacht bei Actium (31 v. Chr.). Das Grundphänomen war für ihn die Verschmelzung von Griechenland mit dem Orient.

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Griechisches Mosaik

Fußböden mit eingestampften Kieseln sind bereits im 3. Jahrtausend im Mittelmeerraum nachzuweisen, und im mykenischen Griechenland wurden erstmals einfache Muster mit verschiedenfarbigen Kieseln gelegt. Eine größere Verbreitung finden Kieselmosaiken dann seit dem 5. Jh. v. Chr. in Griechenland. Sie werden als eine mit figürlichem und ornamentalen Schmuck komponierte Fläche gestaltet. Die zunächst nur silhouettenhaften, zweifarbigen Figuren mit wenig Binnenzeichnung werden bis zur Wende zum 3. Jh. v. Chr. immer aufwendiger. Farbige Kiesel werden eingesetzt und man versucht, plastisch-räumliche Wirkung zu erreichen. Im 3. Jh. v. Chr. wird diese Tendenz wieder aufgegeben, so daß die Mosaiken schematischer und zu rein dekorativen Elementen werden (Delos).

Im 2. und 1. Jh. v. Chr. findet keine stilistische Entwicklung statt.

Im 3. Jh. v. Chr. entstehen außerdem Tesselatmosaiken, die zunächst noch aus polygonalen Steinen bestehen. Die zentralen Bilder werden etwa seit dem 2. Jh. v. Chr. aus feinen Steinen sehr eng gelegt. Solche emblemata vermiculata sind durch differenzierte Farbgebung und Plastizität den Gemälden sehr ähnlich und kopieren diese. So wurde z. B. auch das in der Antike berühmte Gemälde einer Schlacht Alexanders d. Großen zu einem Fußbodenmosaik in der Casa del Fauno in Pompeji (Andreae, Das Alexandermosaik aus Pompeji (1977)). Kompositionell ändert sich von klassischer bis hellenistischer Zeit wenig, denn während dieses Zeitraumes werden die Mosaiken meistens als zentrales Mosaikbild gestaltet, das von ornamentalen Schmuckbändern gerahmt wird. Im Hellenismus verstärkt sich allerdings die Dominanz des zentralen Bildes. Häufig wird der Eingang eines Raumes durch ein weiteres kleines Mosaik vor der Schwelle markiert.

Die meisten der erhaltenen Kieselmosaiken klassischer Zeit fanden sich in den andrones der Privathäuser. In hellenistischen Palästen konnten verschiedene Räume mit Mosaiken ausgestattet sein, meistens handelt es sich dabei aber auch um Gelageräume.

Literatur:

  1. E. Pernice, Pavimente und figürliche Mosaiken. Die hellenistische Kunst in Pompeji VI (1938)
  2. P. Bruneau, Archeologia Warszawa 27, 1976, 12 ff.
  3. K. M. D. Dunbabin, AJA 83, 1979, 265 ff.
  4. D. Salzmann , Untersuchungen zu den antiken Kieselmosaiken (1982)
  5. D. v. Boeselager, Antike Mosaiken in Sizilien (1983)

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Griechische Portraits

Darstellungen einzelner namentlich bekannter Personen (keine Götter) sind seit der Archaik bekannt (s. etwa die ,Geneleos-Gruppe`). Sie werden jedoch nicht durch individuelle Züge als 'Porträts' im heutigen Sinne charakterisiert - also als Bildnisse, die die optische Erscheinung des Dargestellten wiedergeben sollen -, sondern entsprechen dem jeweils aktuellen Ideal und sind insofern optisch ,unpersönlich". Erst ab dem 5. Jh., mit dem Beginn ,klassischer Zeit`, treten individuelle Merkmale an den Skulpturen auf (nicht bei Frauen und Kindern; als Ausnahme s. Lysimache). Sie beziehen sich aber nicht auf das Erscheinungsbild des Dargestellten, sondern charak terisieren sein persönliches Wesen und Wirken. Auf Grund dieses Anliegens steht bei einigen Statuen eine spezifische Handlung im Zentrum des Darstellungsinteresses, und die Gesichter sind weiterhin mit den ,unpersönlichen` Idealzügen der Zeit wiedergegeben (s. Tyrannentöter, Anakreon); derartige Züge können aber auch auf das ideale Wesen des Dargestellten hinweisen (s. Perikles).

Literatur:

  1. G. M. A. Richter, The Portraits of the Greeks I-III (1965)
  2. L. Giulliani - H. G. Severin, Bildniskunst von der archaischen Zeit bis in die Spätantike. In: 150 Jahre Preußische Museen (1980) 43ff.
  3. H. Fittschen (Hrsg.), Griechische Porträts (1988)
  4. I. Scheibler u. a., Sokrates in der griechische Bildniskunst. Ausstell. Kat. München 12. Juli - 24. Sept. 1989 (1989)
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Griechische Wohnbauten

Die Grundrisse klassischer Wohnhäuser gehen auf Typen zurück, die sich in geometrischer und archaischer Zeit entwickelt haben.

Das Ovalhaus ist im 8. Jh. v. Chr. im östlichen Mittelmeerraum weit verbreitet, wird im 7. Jh. v. Chr. seltener und tritt im 6. Jh. v. Chr. gar nicht mehr auf. Dagegen setzen sich Rechteckhäuser durch, da diese eine Reihung der Häuser innerhalb einer Siedlung ermöglichen. Frühe urbanistische Überlegungen kommen hier zum Ausdruck. Im 8. Und 7. Jh v. Chr. hatten diese Wohnbauten einen gedrungenen oder länglichen Grundriß und weisen zum Teil bereits Raumstaffelungen auf. Diejenigen mit gedrungenem oder quadratischen Grundriß (oikos) setzten sich durch, da sie auch an einem Hang mit hintereinander gestaffelten Raumgruppen gebaut werden konnten; viele der frühgriechischen Siedlungen lagen an einem Hang. Auf diese Weise entstand auch das Pastashaus, bei dem nebeneinander liegende Räume durch einen quer vorgelagerten Korridor (Pastas) miteinander verbunden sind. Diese Anordnung erfodert eine quadratische Fläche, während das Prostashaus auf einem langrechteckigen Grundstück steht.

Den Kern des Prostashauses bildet der oikos mit einem Vorraum. Diese Raumanordnung geht ebenfalls auf einen Vorgänger geometrischer Zeit zurück, nämlich auf das langrechteckige, einräumige Megaronhaus mit oikos und Vorraum.

Bei den auf dem ,Reißbrett" entstandenen Städten wurde ein Typenhaus entworfen, das als Vorbild für alle Häuser der neuen Stadt diente und sich in identischer Größe und fast gleicher Raumanordnung vielfach in der Stadt wiederholt. Die Grundform entspricht entweder einem Pastas- (Streifenstadt) oder einem Prostashaus (hippodamische Stadt) und weist eine rationale Aufteilung des Grundstücks in Wohn-, Wirtschafts- und Hofbereich auf, wobei der Wohnbereich mit andron (Gelageraum) nach Möglichkeit immer im Norden liegt.

Spätestens im 4. Jh. v. Chr. wurde die Gleichförmigkeit der Häuser aufgegeben: Die Raumaufteilungen und -funktionen wurden verändert, Peristyle eingebaut, viele Häuser durch Ankauf von Nachbargrundstücken vergrößert oder verkleinert und durch Mosaiken und andere Ausstattungselemente geschmückt, so daß letztlich der Isonomieanspruch aufgegeben wurde.

Neben den genannten Hausformen treten auch Sonderformen wie das nordgriechische Herdraumhaus oder die Häuser in Athen auf, bei denen verschieden große Räume um einen Hof gruppiert wurden.

Literatur:

  1. H. Drerup, Prostashaus und Pastashaus, MarbWPr (1967) 6 ff.
  2. Ders., Griechische Baukunst in geometrischer Zeit, Archaeologia Homerica II O (1969).
  3. W. Hoepfner - E.L. Schwandner, Haus und Stadt im klassischen Griechenland, Wohnen in der klassischen Polis I (2) (1994)
  4. E. Walter-Karydi, Die Nobilitierung des Wohnhauses: Lebensform und Architektur im spätklassischen Griechenland, Xenia 35 (1994)

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Archaischer Städtebau

Da die frühen griechischen Städte archäologisch nur schwer zu erfassen sind, ist es kaum möglich, ihre urbanistische Entwicklung aufzuzeigen. Tendenzen können jedoch durch Beispiele verdeutlicht werden. Wenige historische Hinweise erhält man durch Herodot.

Bei den archaischen Städten sind zwei Gruppen zu unterscheiden: Die aus kleinen Siedlungen gewachsenen Städte Griechenlands und Kleinasiens sowie die neugegründeten griechische Kolonien. Die erste Gruppe ist durch ein zentripetales, die zweite Gruppe durch ein zentrifugales Wachstum gekennzeichnet, wie die folgenden Beispiele erkennen lassen.

In Griechenland und Kleinasien entstanden die frühesten Siedlungen auf Hügeln, wo die Häuser unregelmäßig, den Abhängen entsprechend akkumuliert waren.

Die dörfliche Siedlung Alt-Smyrna entstand im 10. Jh. v. Chr. und erhielt im 9. Jh. v. Chr. eine Stadtmauer. Nach der Zerstörung im 7. Jh. v. Chr. wurde der Ort wieder aufgebaut, wobei die Häuser nun entlang gerader, parallel verlaufender Straßenachsen aufgereiht wurden und mit einem rechteckigen Grundriß statt des bisherigen ovalen erbaut wurden. Gegen Ende des 7. Jhs. v. Chr. wurde auch die Stadtmauer erneuert.

Die Lage der Stadt Thera macht die Wichtigkeit der Landschaftsmorphologie für einen Siedlungsplatz deutlich. Sie liegt auf einem schmalen, langen Felssporn, der gut zu verteidigen ist. Außerdem gibt es auf der Insel nur wenig fruchtbaren Boden, weshalb die archaische Siedlung wohl bewußt an einer Stelle liegt, wo kein Anbau möglich war. Zudem erlaubten heftige Nordwinde die Errichtung von Wohnbauten nur an bestimmten Stellen des Stadtberges. Im 6. Jh. v. Chr. durchlief die Stadt eine ordnende Straßenachse und die Heiligtümer befanden sich im Osten der Siedlung auf dem höchsten Felsen.

Andere Städte Griechenlands kamen durch Synoikismos mehrerer Dörfer zustande. Sie waren vorher eigenständige Siedlungen mit jeweils eigener Verwaltung und Nekropole. Letztere weisen heute auf den Ort der frühen Siedlung. In Athen soll laut Thukydides (2, 15, 2) die Zusammenlegung eine Tat des Theseus sein. Synoikismos bedeutet nicht die Urbanisierung der Siedlungen, sondern zunächst nur die Zusammenfassung innerhalb einer gemeinsamen Verwaltung. Erst mit der Zeit wuchsen die Dörfer ganz planlos als Stadt mit Ausrichtung zum politischen Zentrum hin zusammen. Dies blieb auch bei späteren antiken Autoren ein Kennzeichen für das hohe Alter Athens (z. B. Heraklit I, 1). Seit frühester Zeit war die Akropolis das religiöse Zentrum. Südlich davon befand sich eine Siedlung. Weitere Kleinsiedlungen im Bereich der späteren Stadt lagen z. B. am Ilissos, im Kerameikos und nordwestlich der Akropolis. Die erste Agora Athens nach dem Synoikismos befand sich wohl südöstlich der Akropolis. Zu Beginn des 6. Jhs. v. Chr. entstanden aber bereits die ersten öffentlichen Gebäude an der Westseite der neuen Agora nordwestlich der Akropolis und im Laufe des Jahrhunderts kamen weitere hinzu. Diese Bautätigkeit läßt sich gut mit der Urabnisation Athens, mit den solonischen Reformen und den Aktivitäten der Peisistratiden in Zusammenhang bringen. In spätarchaischer Zeit wurden Grenzsteine (horoi) aufgestellt, die den Bereich der Agora markierten. Durch das schnelle Wachstum der Stadt drohte der öffentliche Raum privat bebaut zu werden, was durch die horoi verhindert werden sollte.

Die griechische Kolonie Metapont wurde etwa in der Mitte des 7. Jhs. v. Chr. von achäischen Siedlern an der italischen Südküste gegründet, um der Expansion Tarents in diesem Gebiet entgegenzuwirken (Strabo 6, 1, 15). Auch bei den griechischen Koloniegründungen spielten neben strategischen Aspekten landschaftsmorphologische Gründe für die Wahl eines Siedlungsplatzes eine große Rolle. Metapont liegt zwischen zwei Flußmündungen am Meer, so daß die Stadt nur zum Hinterland durch eine Mauer verteidigt werden mußte. Das Ackerland (chora) um die älteste kleine Siedlung herum wurde unter den neuen Bewohnern zu gleichen Teilen aufgeteilt. Bald trat eine Stadt an die Stelle der Siedlung, für die ein Netz aus rechtwinklig zueinander verlaufenden und hierarchisch angelegten Straßen als Basis für den Ausbau diente. Dadurch entstanden streifenförmige Grundstücke (strigae) nach dem Modell der Aufteilung des Ackerlandes. Durch Wachstum wurde das Stadtgebiet nach diesem System an den Rändern erweitert.

Der öffentliche Raum Metaponts wurde durch Straßen von der privaten Bebauung getrennt, wobei hier wiederum das Heiligtum von der Agora getrennt wurde. In den Kolonien gab es einerseits Heiligtümer im Zentrum der Stadt und an ihren Rändern und/oder an den Rändern der zugehörigen chora (Metapont). Auf der Agora konnte sich zusätzlich ein Heiligtum für den Gründungsheros befinden.

Literatur:

  1. E. Greco - M. Torelli, Storia dell`urbanistica, Il Mondo Greco (1983)
  2. R. Martin in: Architecture et société de l`archaisme grec à la fin de la republique romaine, Kolloquium Rom 1980 (1983) 9 ff.
  3. W. Hoepfner - E.L. Schwandner, Haus und Stadt im klassischen Griechenland, Wohnen in der klassischen Polis I (2) (1994)
  4. D. Mertens - E. Greco in: The Western Greeks, Ausst. Venedig 1996 (1996) 243 ff.
  5. A. DiVita in: The Western Greeks, Ausst. Venedig 1996 (1996) 263 ff.
  6. W. Hoepfner (Hrsg.), Das dorische Thera V. Stadtgeschichte und Kultstätten am nördlichen Stadtrand (1997)

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Archaische Tempel

Die beliebteste Erscheinungsform des archaischen Tempels ist der ,Peripteros`: Auf rechteckigem Fundament sind unter einem Dach ein geschlossener Raum - die ,Cella` - und ein ihn umgebender Säulenkranz vereint. Die Cella diente als Aufbewahrungsort des Kultbildes, die Säulenhallen, deren Deutung umstritten ist, u. a. zum Schutz darin aufgestellter Weihgeschenke. Das Opfer der Kultgemeinde fand am Altar vor dem Tempel statt. Entsprechend der Bildung der Säulen und des über ihnen liegenden Gebälks unterscheidet man zwischen einem Tempel ,dorischer` und einem ,ionischer` Ordnung. Neben dem ,Peripteros` gab es auch einfachere Typen kleinerer Tempel, z. B. den ,Antentempel`, die gleichermaßen für Schatzhäuser Verwendung fanden. Der ,Peripteros" ist vermutlich im frühen 7. Jahrhundert entstanden. Er steht typologisch nicht am Ende einer Entwicklung und als Kultbildgehäuse auch nicht in einer funktionalen Tradition. Stattdessen wird er als Neuschöpfung mit der Entstehung der Polis in spätgeometrischer Zeit in Verbindung gebracht, deren zentrale Bauaufgabe er in den folgenden Jahrhunderten darstellt.

Literatur:

  1. H. Knell, Grundzüge der Griechischen Architektur (1980)
  2. G. Gruben, Die Tempel der Griechen (1986)
  3. A. Mallwitz, Kritisches zur Architektur Griechenlands im 8. und 7. Jahrhundert, AA 1981, 599ff.
  4. W. Martini, Vom Herdhaus zum Peripteros, JdI 101? 1986, 3ff.
  5. D. Mertens, Der alte Heratempel in Paestum und die archaische Baukunst in Unteritalien (1993)

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Ionische Vasen

Unter den vielen Produktionsstätten archaischer Keramik sind neben Attika und Korinth die Kykladen und Ostgriechenland als wichtige Zentren anzusehen. Sie brachten die ionische Vasenmalerei hervor. Bedeutende Werkstätten scheinen auf Melos und Paros sowie auf Rhodos und Chios existiert zu haben. Doch die genaue Herkunft eines Großteils der Keramik ist immer noch ungewiß oder wird kontrovers diskutiert. Oft ist die Provenienz eines Gefäßes eher an Hand der Konsistenz und Farbe des Tons zu erkennen als durch eine stilistische Untersuchung.

Literatur:

  1. E. Simon, Die griechischen Vasen (1976)
  2. D. Papastamos, Melische Amphoren (1970)
  3. G. P. Schaus, The extramural sanctuary of Demeter and Persephone at Cyrene, Lydia. Final raports II. The East Greek, Island and Laconian pottery (1985)
  4. A. A. Lemos, Archaic pottery of Chios. The decorated styles (1991)
  5. W. Schiering, Werkstätten orientalisierender Keramik auf Rhodos (1957)
  6. H. Walter, Samos V. Frühe samische Gefäße. Chronologie und Landschaftsstile ostgriechischer Gefäße (1968)
  7. E. Walter-Karydi, Samos VI,l. Samische Gefäße des 6. Jahrhunderts v. Chr. (1979)
  8. R. M. Cook, Fikellura Pottery, BSA 34, 1933-34, 1-93 Taf. 1-19.

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Reliefs der klassischen Zeit

Die Reliefs der klassischen Zeit sind hier durch die attischen Grabreliefs vertreten, weil diese Gruppe zeitllch eingrenzbar (von ca. 440/30 - 317/07 v. Chr., Grabluxusgesetz des Demetrios von Phaleron (8)) und in zahlreichen gut erhaltenen Exemplaren vertreten ist, an denen sich die stilistische Entwicklung am deutlichsten ablesen läßt. Daneben gibt es weitere Reliefgruppen - außerattische Grabreliefs, Weihreliefs, Urkundenreliefs, Reliefs auf Statuenbasen und an Gebäuden (-> s. Bauplastik), die nicht übersehen werden dürfen, deren grundsätzliche Entwicklung aber mit denen der Grabreliefs übereinstimmt. Nachdem die archaischen attischen Grabreliefs um 500 v. Chr. aufhören (vermutlich wegen eines Gräberluxusgesetzes des Kleisthenes), setzt diese Gattung um 440-430 v. Chr. wieder ein. Der genaue Grund dafür ist in der Forschung umstritten (-> s. Literaturliste: Schmaltz). Reliefs aus der 1. H. des 5. Jhs. sind also entweder außerattische Grabreliefs (Stele Giustiniani) oder Weihreliefs (z. B. aus dem Heiligtum von Sounion). Zwischen archaischen und klassischen Reliefs gibt es Unterschiede im Format (beachte das Verhältnis Höhe-Breite!). Die zeitliche Abfolge der Grabreliefs ist eine relativchronologische, die sich entweder durch stilistische Vergleiche innerhalb der Grabreliefs oder durch den Vergleich mit datierten Monumenten ergibt (z. B. Vgl. mit Parthenonfries oder Nike-Balustrade). Einzig die Grabstele des Dexileos ist aus außerstilistischen Gründen fest in das Jahr 394/93 v. Chr. datiert. Einige Entwicklungskriterien, die bei den klassischen Grabreliefs zu beachten sind, sind: Größe der Stele, architektonische Rahmung, Anzahl und Anordnung der Figuren und ihr Verhältnis zum Rahmen sowie das Verhältnis der Figuren zum Reliefgrund (Plastizität und Ansicht). Das Gräberluxusgesetz des Demetrios von Phaleron (317/07 v. Chr.) setzt den klassischen attischen Grabreliefs ein Ende. Die stilistische Entwicklung, wie sie bei Diepolder (s. Literaturliste) skizziert ist, ist bis heute als grober Leitfaden gültig (einige Stelen werden jedoch anders datiert). Neben den stilistischen Fragen ist bei der Gattung der Grabreliefs von Interesse, welche Personen dargestellt sind und welche Werte die Darstellungen vermitteln sollen. Die Verstorbenen sind nicht einheitlich gekennzeichnet, und die Wiederverwendung von Grabstelen zeugt davon, daß ihre Darstellungen nicht personenbezogen waren. Nur über die Inschrift sind die Dargestellten zu identifizieren. Auf Grabreliefs der klassischen Zeit sind Typen vereint, es handelt sich um allgemeine und abstrakte Darstellungen von Wertvorstellungen; Ehe, Nachkommen, Militärdienst sind wichtige Topoi. Auf den Grabreliefs sind kein Porträtzüge auszumachen.

Literatur:

  1. G. Rodenwaldt, Das Relief bei den Griechen (1923). Sehr altertümliche, aber in einigen Aspekten immer noch interessante Einführung in das Thema.
  2. H. Diepolder, Die attischen Grabreliefs (1969). Einführung zu den Grabreliefs, die zwar veraltet ist, deren skizzierte Entwicklungsgeschichte für die klassischen Grabreliefs aber immer noch als Richtschnur gelten kann.
  3. B. Schmaltz, Griechische Grabreliefs (1983). Erträge der Forschung Bd 192. Wichtiges Handbuch, daß die Ergebnisse der früheren Forschung zusammenstellt, wesentliche Fragen dieser Gattung behandelt und Hinweise auf ältere Literatur gibt.
  4. A. Conze, Die attischen Grabreliefs. Repräsentative Materialsammlung aus dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jhs.
  5. C. Clarimont, Classical Attic Tombstones (1993).
  6. J. Bergemann, Die Bürgerliche Identität der Athener im Spiegel der attischen Grabreliefs, in: E. Pöhlmann, W. Gauer (Hrsg.), Griechische Klassik Kongreß 3 Blaubeuren. Erlanger Beiträge zur Sprache, Literatur und Kunst 75k 1994, 283 293. Grundlegender Artikel zur Darstellung und Charakterisierung des Toten auf den Grabreliefs.
  7. U. Hausmann, Griechische Weihreliefs (1960). Etwas veraltete, aber immer noch gültige Einführung zu den Weihreliefs.
  8. E. Mitropoulou, Attic Votiv Reliefs of the 6th and 5th Centuries B. C. (1977). Corpus zu den Weihreliefs
  9. M. Meyer, Die griechischen Urkundenreliefs, AM Beih. 13 (1989). Umfassende Darstellung zu den Urkundenreliefs, allerdings werden viele Detailfragen behandelt. Die Gliederung ist nicht geeignet, einen schnelle Uberblick über das Thema zu gewinnen. Gute Abbildungen.
  10. C. Lawton, Attic Document Reliefs (1995). Neuestes Werk zu den Urkundenreliefs, gute Gliederung, umfassender Uberblick über die Gattung, gute Abbildungen.

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Klassischer Städtebau

Die Erfahrungen, die die Griechen bei den Koloniegründungen machten, wurden im Städtebau klassischer Zeit verarbeitet. Die Aufteilung des Ackerlandes in gleich große Einheiten diente als Vorbild für die Parzellierung des Stadtgebietes der Kolonien und wurde auch zum Modell für den Städtebau klassischer Zeit in Griechenland selbst. Durch die Reihung der gleich großen Parzellen entstanden insula-Streifen (strigae). Da diese für den Verkehr eher ungünstig waren, führte man im 6. Jh. v. Chr. infrastrukturelle Verbesserungen ein wie zusätzliche und breitere Straßen, die in Zusammenhang mit den Stadttoren standen.

Aufgrund der Demokratisierung der Poleis im späteren 6. Jh. v. Chr. richtete sich ein größere Aufmerksamkeit auf die öffentlichen Plätze. Die von der städtischen Gemeinschaft benutzten Bereiche wie die Agora mit den Versammlungsbauten sowie die Heiligtümer wurden auf eine Weise geformt, die einen Gestaltungswillen in Hinblick auf Funktionalität erkennen läßt, denn die gefestigten Institutionen der demokratischen Gemeinschaft erhalten einen architektonischen Rahmen.

Die nordgriechische Stadt Olynth wurde 432 v. Chr. nach dem Vorbild der Streifenstadt gebaut und 348 v. Chr. so zerstört, daß sie nicht wieder aufgebaut werden konnte. Somit stellt sie ein unverfälschtes Beispiel der Urbanistik klassischer Zeit dar.

Streifenstädte dieser Art entstanden noch bis in spätklassische Zeit.

Hippodamos von Milet entwickelte in der ersten Hälfte des 5. Jhs. V. Chr. ein städtebauliches Modell, daß auf der pythagoräischen Zahlenlehre beruht und erstmals im Piräus verwirklicht wurde. Als kleinste Maßeinheit diente das Typenhaus, von dessen Grundmaß die Ausmaße der insulae und der ganzen Stadt abgeleitet wurden. Die Stadt unterlag einem auf dem Grundsatz von festgelegten Größenverhältnissen beruhenden System; die Aufteilung in immer gleich große Grundstücke entsprach dem Streben nach demokratischer Isonomia (≈ ,Gleichverteiltheit"). Auch bei diesen Städten lag die Agora im Zentrum, deren Größe offenbar von der Einwohnerzahl der Polis abhing. Hier waren die Straßen wegen des höheren Verkehrsaufkommens breiter.

Der Vorteil der Streifenstädte gegenüber den hippodamischen Städten ist die beliebige Erweiterbarkeit der insulae und die leichtere Anpassungsmöglichkeit an unebenes Gelände. Die hippodamischen Städte findet man wohl deshalb vorwiegend in flachem Gelände.

Neben den beschriebenen Stadtmodellen gab es freilich weiterhin die alten gewachsenen Städte, die keinem gleichförmigen städtebaulichen System unterworfen waren, so z. B. Athen.

Literatur:

  1. E. Greco - M. Torelli, Storia dell`urbanistica, Il Mondo Greco (1983)
  2. W. Hoepfner - E. L. Schwandner, Haus und Stadt im klassischen Griechenland, Wohnen in der klassischen Polis I (2) (1994)

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Unteritalische Vasen

In den griechischen Kolonien Unteritaliens und Siziliens entwickelte sich ab dem letzten Viertel des 5. Jhs. - zunächst in Anlehnung an attische Importe - eine eigene Industrie rotfigurig dekorierter Vasen. Sie existierte bis in frühhellenistische Zeit. Fünf Werkstätten sind zu unterscheiden (die apulische, die lukanische, die kampanische, diejenige von Paestum und die sizilische). Aber lediglich die Entwicklung der apulischen Vasenmalerei läßt sich an Hand des überlieferten Materials gut nachverfolgen. Obwohl A. D. Trendall einen einfachen und einen gleichzeitigen reichen Stil unterscheidet, läßt sich in der apulischen Vasenmalerei allgemein eine Tendenz zu immer größerem Schmuckreichtum feststellen. Der ,Volutenkrater", der eine Höhe von 1,5 Metern erreichen konnte, war als Vasenform beliebt. Außer mythologischen Szenen wurden häufig auch solche aus dem täglichen Leben und insbesondere aus dem Theater dargestellt. Die Trauer am Grab und das Jenseits wurden ebenfalls gerne thematisiert.

Literatur:

  1. A. D. Trendall, Rotfigurige Vasen aus Unteriatalien und Sizilien (19gO)
  2. Ders. - A. Campidoglou, The red-figured Vases of Apulia I (1978) und II (1982)
  3. M. Bentz - F. Rumscheid, Griechische Vasen aus Unteritalien aus der Sammlung des Archäologischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen (1987)

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Hellenistische Bauplastik

Bei der Bauplastik gibt es ebensowenig wie bei den hellenistischen Reliefs eine stilistische Chronologie, anhand derer sich einzelne Beispiele sicher einordnen ließen1. Zudem ist aus dem 3. und 1. Jh. v. Chr. nur wenig figürlicher Bauschmuck vorhanden. Die meisten überlieferten Beispiele stammen aus Kleinasien. Trotzdem sind einige Stiltendenzen zu beobachten, die sich deutlich von der Bauplastik klassischer Zeit unterscheiden: Die Kompositionen werden schematischer, was sich durch verschiedene Kriterien feststellen läßt, die hier hauptsächlich an den Relieffriesen mit Kampfszenen verdeutlicht werden. Die syntaktischen, den ganzen Fries umfassenden Kompositionen werden von parataktischen, in einzelne Gruppen zerfallenden Gestaltungen abgelöst. Die Kampfgruppen wirken gegenüber klassischen Gruppen belebter, da die Figuren jetzt weniger waagerecht, sondern vielmehr diagonal oder senkrecht einander zugeordnet sind. Die Frontal- und Rückenansichten der einzelnen Figuren werden beliebt und erzeugen dadurch Fassadenhaftigkeit, zumal sich die Reliefs nun stärker vom Grund lösen. Diese Eigenschaften lassen sich aber nicht als datierende Kriterien heranziehen, da sie keine geradlinige Entwicklung aufweisen. Die Kassettenreliefs des Mausoleums von Belevi zeigen gleichzeitig frontale und Dreiviertelansichten sowie waagerechte und diagonale Beziehungsrichtungen der Figuren. Es können auch klassizistische Tendenzen hinzukommen, wie auf dem Fries vom Denkmal des Aemilius Paullus in Delphi.

Die Themen der hellenistischen Bauplastik unterscheiden sich nur wenig von denen klassischer Zeit. Bei den Kampffriesen werden immer noch gern Amazonomachien, Giganten- und Kentaurenkämpfe gezeigt. Das Spektrum wird aber um Erotendarstellungen, Seethiasoi und dionysische Reigen erweitert.

Literatur:

  1. A. Linfert, Kunstzentren hellenistischer Zeit (1976)
  2. H. v. Hesberg, JdI 103, 1988, 309 ff.
  3. U. Junghölter, Zur Komposition der Lagina-Friese und zur Deutung des Nordfrieses (1989)
  4. R. R. R. Smith, Hellenistisc Sculpture (1991)
  5. T. Osada, Stilentwicklung hellenistischer Relieffriese (1993)

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Hellenistische Keramik

Die hellenistische Keramik führt einerseits alte Tendenzen fort, bringt andererseits aber auch Neuartiges in Ikonographie, Form und Technik hervor. Nachdem um 300 v. Chr. in Athen, Unteritalien und Sizilien der rotfigurige Malstil endgültig aufgegeben wird, ist ein Weiterleben der ikonographischen Tradition rotfiguriger Vasenbilder nur an wenigen Orten, wie z.B. im apulischen Canosa oder sizilischen Centuripe, nun aller dings polychrom ausgeführt, zu beobachten. Vielmehr besteht das vorherrschende Dekorationsprinzip schwarzer Glanztongefäße fortan darin, den Gefäßkörper nicht mehr wie bisher dicht mit figürlichen Szenen zu 'überziehen', sondern gemalten Dekor bewußt sparsam zu verwenden, wobei zarte florale und ornamentale Motive dominieren. So werden beispiels weise in der athenischen 'Westabhangware' und der unteritalischen 'Gnathia'-Keramik insbesondere weiß und gelb aufgetragene Ranken und Girlanden bevorzugt. Daneben tritt eine neue Keramikgattung auf, die sich durch einen weißen Überzug auszeichnet und meist flüchtige 'braun-auf-weiß' Malerei trägt. Diese weißgrundige Engobeware ist vor allem mit der Gefäßform der 'Lagynos', einer flachbauchigen, enghalsigen Kanne, verbunden (zum weißen Malgrund vgl. teilweise auch die 'Hadra'-Vasen). Einen weiteren Schwerpunkt der Keramikproduktion bilden Gefäße mit eingestempelter Dekoration sowie aufgesetzten Medaillons und Appliken (s. dazu z.B. die sog. ,Ptolemäerkannen" und pergamenische Applikenware). Die Vorliebe für Reliefkeramik zeigt sich aber vor allem in der Massenproduktion der sog. megarischen Becher (fälschliche Bezeichnung!), die in der Regel mit pflanzlichen Motiven verziert sind, während eine Untergruppe der Gattung, die sog. homerischen Becher, Szenen aus dem Mythos nach literarischer Vorlage, zeigt. Diese Gefäße können gleich serienweise aus Formschüsseln gewonnen werden, wodurch sich die Keramikproduktion grundsätzlich von der traditionellen Einzelherstellung zur mechanischen Vervielfältigung wandelt. Insgesamt weisen Gefäßschmuck und -formen hellenistischer Keramik enge Beziehungen zur zeitgenössischen Toreutik auf.

Literatur:

  1. C. Watzinger, Vasenfunde aus Athen, AM 26, 1901, 67ff. (zur sog. Westabhangkeramik)
  2. L. Guerrini Vasi di Hadra. Studi miscellanei 8 (1964).
  3. L. Forti, La ceramica di Gnathia (1965).
  4. D. B. Thompson, Ptolemaic Oinochoai and Portraits in Faience (1973).
  5. U. Wintermeyer, Die polychrome Reliefkeramik aus Centuripe, JdI 90, 1975, 137ff.

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Hellenistische Paläste

Das wichtigste Bauinteresse der hellenistischen Zeit bildete die Errichtung, Erweiterung und Ausschmückung der königlichen Paläste (Basileia). Meist waren diese an vornehmster Stelle der Wohnstadt situiert und konnten zuweilen noch durch eine besondere Fassadengestaltung der Außenfront aus Säulenhalle und Propylon eine zusätzliche Bedeutungssteigerung erfahren. In Anlehnung an die Zweiteilung spätklassischer Bürgerhäuser bestanden die Empfangs- und Wohnbauten der Könige in der Regel aus einem oder mehreren großen Peristylhöfen, um die mit Klinen ausgestattete Räume (Andron/ Andronitis) lagen sowie einem weiteren Peristylhof (oder einem Obergeschoß), um den (das) sich die Privatgemächer (Oikos/Oikema) gruppierten. Die Andrones dienten primär der Repräsentation, wobei die Veranstaltung von Symposien bzw. Banketten im Vordergrund stand. Charakteristisch ist ferner die luxuriöse Innenraumarchitektur, z.B. mit "aufgelösten" Wänden, mehrstöckigen Fassadenarchitekturen aus vorgestellten und vorgeblendeten Bauteilen, farbigen Mosaiken, kostbarem Wandstuck und einer breiten Palette experimenteller Spielformen nahezu sämtlicher herkömmlicher Bauglieder. Darüber hinaus beeinflußten lokale Kulturtraditionen das Aussehen der königlichen Paläste. Insbesondere im Nahen und Mittleren Osten läßt sich diese Synthese aus griechischen und indigenen Architekturelementen recht deutlich fassen. In Alexandria, Antiochia, Pella, Pergamon u.a. Städten waren den eigentlichen Wohn- und Repräsentationsräumen der Könige nicht nur Archive und Bauten für die Verwaltung und das Militär, sondern auch Heiligtümer, Bibliotheken, Theater und Gymnasien als sichtbare Manifestation der intellektuellen und kulturellen herrscherlichen Ambitionen angeschlossen. So umfaßten die Basileia mitunter viele verschiedene Bauensembles, die überdies von ausgedehnten Park- und Gartenlandschaften umgeben sein konnten, so daß riesige Gesamtkomplexe entstanden. Leider sind nur wenige Beispiele gut erhalten, die königlichen Bezirke von Alexandria und Antiochia beispielsweise lediglich aus literarischen Quellen rekonstruierbar, doch besaß ihre Architektur maßgeblichen Vorbildcharakter für die Residenzen von Provinzverwaltern und Vasallenkönigen sowie für die palastartigen Privathäuser der gesellschaftlichen Oberschicht.

Literatur:

  1. V. Beermann, Studien zur Makedonischen Palastarchitektur (1990).
  2. B. Griffin Kutbay, Hellenistic Palaces: Origins of the Plan and Architectural Components (1971).
  3. I. Nielsen, Hellenistic Palaces. Tradition and Renewal (1994).
  4. W. Hoepfner - G. Brands (Hrsg.), Basileia. Die Pläste der hellenistischen Könige. Internat. Symposium Berlin 16.-20.12.1992 (1995).

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Hellenistische Reliefs

Die große Schwierigkeit bei der Beschäftigung mit hellenistischen Reliefs besteht darin, daß es für diese Zeit keine sicher begründete Stilgeschichte dieser Gattung gibt. Es existieren keine fest datierten Stücke, um so größer ist hingegen die Zahl unterschiedlicher Forschungsmeinungen zu einzelnen chronologischen Fragen. Auch in der hellenistischen Reliefproduktion gab es mehrere Zentren, für die unterschiedliche Charakteristika kennzeichnend sind, so daß sich verschiedene Landschaftsstile ausprägten. Aus der großen Fülle hellenistischer Reliefs wurde deshalb für diese Reihe ganz bewußt eine Gruppe von Grabreliefs ausgewählt, die alle aus Smyrna stammen. Aus den smyrnäischen Grabreliefs wurde wiederum ein bestimmter Figurentypus, nämlich der der Frau im Pudicitia-Schema (Ruhig stehende Frauenfigur, deren einer Unterarm vor dem Oberkörper liegt, während sie mit der anderen Hand den über den Kopf gelegten Mantelteil oder Schleier ergreift [Definition nach Linfert]) zur Betrachtung herangezogen. Innerhalb dieser beschränkten Auswahl lassen sich Formveränderungen überhaupt erst nachvollziehen. Im 3. Jh. v. Chr. kommen Grabreliefs seltener vor, zeigen aber eine große Variationsbreite und lehnen sich an die klassischen attischen Vorbilder an. Die Grabreliefs des 2. und 1. Jhs. v. Chr. sind häufig auf gleichförmige Figurentypen beschränkt. Hier scheint das Erscheinungsbild der Ehrenstatuen prägend gewirkt zu haben, denn die Figuren sind, auch wenn mehrere Figuren auf einer Stele dargestellt sind, meist in statuarischer Vereinzelung wiedergegeben. Allerdings lassen sich die Typen der Grabreliefflguren nicht auf ein bestimmtes großplastisches Vorbild zurückführen, vielmehr scheinen sie aus unterschiedlichen Quellen zu stammen. Stefan Schmidt geht für die Grabreliefs von Smyrna von einem Zeitraum von ca. 120 Jahren aus, den er anhand von stilistischen Merkmalen und Vergleichen zur Großplastik untergliedert. Der Pudicitia-Typus, ist eine der häuflgsten Darstellungen auf smyrnäischen Grabreliefs. Bei der Betrachtung dieses Typus lassen sich 4 Entwicklungsstufen herausarbeiten (-> Lit.: S. Schmidt). Veränderungen sind unter anderem faßbar an: der Logik des Köperaufbaus, dem Verhältnis von Körper zu Gewand, der Gewandgestaltung, dem Figurenaufbau und dem Konturverlauf, der Faltenwiedergabe und dem Faltenverlauf sowie am Verlust der Körperlichkeit. Die Entwicklung könnte man wie folgt zusammenfassen: In der 1. Stufe (ca. 170-150 v. Chr.) werden - anders als bei den klassischen Grabreliefs - einzelne Körperpartien und Faltenmotive stärker betont. Kennzeichnend für die 2. Stufe (ca. 150-130 v. Chr.) ist ein klarerer Figurenaufbau, der durch eine Straffung der Figurenkonturen und die Betonung ausgewählter Faltenmotive bewlrkt wird. In der 3. Stufe (ca. 130-110 v. Chr.) tritt die Körperlichkeit der Figur hinter der Faltenfassade der Gewänder zuruck, diese kann zum tragenden Genist werden. Der Unterkörper zeigt eine glockenförrnige Gestalt. Häufig zeichnen sich die Falten des Untergewandes durch das Obergewand ab, so daß eine netzartige Faltenstruktur entsteht. Die 4. Stufe (ca. 110-90 v. Chr.) unterscheidet sich kaum von der 3. Die innere Logik der Figuren geht noch stärker verloren und einzelne Faltenmotive haben sich noch weiter verselbstandigt. Von besonderer Anschaulichkeit ist das Relief der Menophila. Später kommen Reliefs in Smyrna nur ganz vereinzelt vor. Vermutlich hängt dies mit den Kriegen Roms gegen Mithridates VI. zusammen, die anscheinend wirtschaftliche und sozialen Veränderungen bewirkten.

Literatur:

  1. S . Schmidt, Hellenlstische Grabreliefs (1991).
  2. E. Pfuhl - H. Möbius, Die ostgriechischen Grabreliefs (1977-79).
  3. H. v. Hesberg, Bildsyntax und Erzählweise in der hellenistischen Flächenkunst, Jdl 103,1988,309-365.
  4. B. Schmalz, Griechische Grabreliefs (1983).
  5. A. Linfert, Kunstzentren hellenistischerZeit (1976).
  6. T. Osada, Stilentwlcklung hellenistischer Relieffriese (1993).
  7. P. Zanker, The Hellenistic Grave Stelai from Smyrna. in: A. Bulloch
  8. E. S. Gruen - A. A. Long, Images and Ideologies. Self-Definition in the Hellenistic World. Kongreß Berkeley 1988 (1993) 212-230.
  9. P. Zanker, Brüche im Bürgerbild? Zur bürgerlichen Selbstdarstellung in den hellenistischen Städten in: M. Wörrle - P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Kongreß München 1993, Vestfgia 47 (1995) 251 273.

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Hellenistische Rundplastik

Die Stilgeschichte der hellenistischen Rundplastik gehört zu den meist diskutierten Problemkreisen der Klassischen Archäologie. Dies liegt nicht nur an dem sehr breiten, nahezu drei Jahrhunderte umfassenden, zeitlichen Rahmen der hellenistischen Kunstproduktion. Auch die enorme Erweiterung des geographischen und gesellschaflichen Raumes bewirkte einen Verlust an relativer Einheitlichkeit, die der Bildkunst früherer Epochen noch zu eigen war. Im Hellenismus dagegen entwickelten viele einzelne kulturelle Zentren, wie beispielsweise Alexandria, Antiochia, Makedonien, Pergamon, Rhodos, Delos und Athen, nebeneinander eigene, zum Teil recht unterschiedliche Aufgaben, Themen und Stile für ihre rundplastischen Werke. Aufgrund der (insbesondere Alexandria, Antiochia und Makedonien betreffenden) schlechten Überlieferungssituation muß das rekonstruierbare Gesamtbild überdies sehr unvoll ständig bleiben. Weitere Schwierigkeiten bilden die überwiegend negative Beurteilung der hellenistischen Skulptur in römischer Zeit, die hemmenden Einfluß auf die quantitative Tradierung der Skulpturentypen (durch die Herstellung von Kopien) besaß, sowie die geringe Zahl an außerstilistisch fest datierten Bildwerken. Folglich sind allgemeine und überprüfbare Stilentwicklungen bisher nur vage zu erkennen. Einen gewissen Leitfaden zur Beurteilung hellenistischer Plastik bietet nach wie vor das übergreifende Chronologiemodell G. Krahmers, der eine früh- (300-230 v. Chr.), eine hoch- (230 150 v. Chr.) und eine späthellenistische ( 15-30 v. Chr.) Stilepoche unterschied und diese jeweils mit den Schlagwörtern der ,geschlossenen' Form (Frühhellenismus), der 'pathetischen' Form (Hochhellenismus), der 'offenen bzw. zentrifugalen' sowie 'einansichtigen' Form (beides divergierende Charakteristika des Späthellenismus verband. Bei alledem ist seit dem 2. Jh. v. Chr. aber auch eine Tendenz zur Dämpfung von Realismus, Pathos und Dynamik - eine ,klassizistische' Orientierung an Vorbildern des 5. und 4. Jhs. v. Chr. - zu beobachten. Doch nicht nur die Darstellungsformen hatten sich gewandelt. Im Hellenismus wurden viele traditionelle Bildthemen in neuartiger Weise aufgefaßt (z.B. die Darstellung der aphrodisischen und dionysischen Sphäre oder die Wiedergabe 'barbarischer' Gegner der griechischen Kultur) zahlreiche neue Bildinhalte erschlossen (z.B. die Darstellung von Vertretern niederer gesell schaftlicher Schichten und Randgruppen). Nicht zuletzt erhielten die großen panhellenischen Mythen als Gegenstände der Großplastik wieder neue Aktualität.

Literatur:

  1. G. Krahmer, Stilphasen der hellenistischen Plastik, RM 38/39, 1923/24, 138ff.
  2. G. Krahmer, Die einansichtige Gruppe und die späthellenistische Kunst (1927).
  3. A. Schober, Die Kunst von Pergamon (1951).
  4. E. Künzl, Die Kelten des Epigonon von Pergamon (1971).
  5. A. Linfert, Kunstzentren hellenistischer Zeit. Studien an weiblichen Gewandstatuen (1976).
  6. A. F. Stewart, Attika. Studies in Athenian Sculpture of the Hellenistic Age ( 1979).
  7. H. P. Laubscher, Fischer und Landleute (1982).
  8. J. J. Pollitt, Art in the Hellenistic Age (1986) 79ff. 11 lff. 127ff. 164ff. 266ff. (chronolog. Fixpunkte).
  9. B. Andreae, Laokoon und die Gründung Roms (1988).
  10. P. Zanker, Die Trunkene Alte. Das Lachen der Verhöhnten (1989).
    R.R.R. Smith, Hellenistic Sculpture (1991).
  11. A. Lewerentz, Stehende männliche Gewandstatuen (1993).

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Hellenistische Tempel

m Gegensatz zu früheren Epochen stellt der Tempeltyp des dorischen Peripteros in hellenistischer Zeit keine zentrale Bauaufgabe mehr dar. Auch sind beispielsweise die Betonung der Front, die grazile Wirkung der Säulenstellung, vor allem aber die Eingliederung in ein dominierendes Gesamtkonzept, Symptome des Verlustes seiner ursprünglichen Bedeutung ('Allansichtigkeit', 'plastische Geschlossenheit', 'Autarkie'). Demgegenüber erfreuen sich die verschiedenen Bauformen des ionischen Tempels größeren Interesses. Insbesondere der Typus des ionischen Dipteros (Peripteros mit zwei Ringhallen) und Pseudodipteros (Peripteros mit zwei Joch tiefer Ringhalle) werden variationsreich weiterentwickelt. Dabei finden u. a. das Sockelmotiv, die Differenzierung von Bodenniveaus, die Kombination von dorischen, ionischen und korinthischen Schmuckelementen, die Gestaltung von Innenräumen sowie die Wirkung des Lichtes nun stärkere Beachtung als zuvor. Darüber hinaus zielen optische Kontrasteffekte, z.T. in den Dimensionen, in Licht- und Schattenspielen oder im Wechsel von Raumfolgen und lichter Weite, auf 'dramatische' Überraschungen beim Erleben der Bauten durch die Besucher. Neben den Tempeln selbst prägen oft langgestreckte, rahmende Stoai (Hallen) das architektonische Erscheinungsbild der Heiligtümer. Typische Charakteristika sakraler Geamtanlagen sind ferner der künstliche Einsatz von Terrassierungen, die bewußte Einbeziehung der Landschaftskulisse in An- und Aussicht, die Ausrichtung auf einen 'Zielpunkt' im Gesamtkonzept, Risalitbildungen und Tiefenstaffelungen. Zuweilen wird das vielfältige architektonische Repertoire noch durch einzelne, revolutionäre Bauten ergänzt s. z.B. das sog. 'Arsinoeion' auf Samothrake), in denen sich deutlich das experimentelle Wesen hellenistischer Baukunst offenbart.

Literatur:

  1. H. Lauter, Die Architektur des Hellenismus (1986)
  2. J. J. Pollitt, Art in the Hellenistic Age (1986) 230ff.
  3. W. Hoepfner - E.-L. Schwandner (Hrsg.), Hermogenes und die hochhellenistische Architektur. Internat. Kolloquium Berlin 28.-29.07.1988 (1990).

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