Allgemeine Studieninformationen

villa hadriana

Welche Archäologien sind in Köln vertreten?

Archäologisches Institut
Am Archäologischen Institut sind die Fächer 'Klassische Archäologie' (KA) und 'Archäologie der Römischen Provinzen' (ARP) vertreten. Die Klassische Archäologie beschäftigt sich mit den antiken Kulturen des Mittelmeerraums und des Schwarzmeergebietes. Ihr Zeithorizont erstreckt sich von der Ägäischen Bronzezeit (ab ca. 3200 v.Chr.) bis zum frühen Mittelalter (ca. 500-800 n.Chr.). Schwerpunkte bilden dabei die Erforschung der griechischen und römischen Kultur. Berücksichtigung finden aber auch andere Kulturen, die Beziehungen zur griechisch-römischen Welt pflegten (z.B. Phönizier, Etrusker).
Die provinzialrömische Archäologie erforscht die materielle Kultur der Provinzen des Römischen Reichs, mit einem traditionellen Schwerpunkt in den nordwestlichen Provinzen; behandelt werden aber auch der Donau- und Mittelmeerraum. Untersucht werden insbesondere Aspekte der mitunter sehr verschiedenen 'Provinzialkulturen', die sich im Austausch zwischen mediterran-römischen Einflüssen und den Kulturtraditionen der einheimischen Bevölkerung entwickeln.

Institut für Ur- und Frühgeschichte (UFG)
Die Ur- und Frühgeschichte beschäftigt sich mit der weltweiten menschlichen Kultur von ihren Anfängen vor über zwei Millionen Jahren bis zum Einsetzen voller Schriftlichkeit. Als Quelle dienen vor allem archäologische Überreste. Sie werden durch Ausgrabungen gewonnen und stammen aus den 'Älteren Steinzeiten' (vor ca. 2,4 Mill. - 11.500 Jahren), den 'Jüngeren Steinzeiten' (vor ca. 11.500 – 4.800 Jahren) und den 'Metallzeiten' (vor ca. 4.800 – 2000 Jahren). Einen weiteren Schwerpunkt bildet die 'Archäologie Afrikas'.

Welche Inhalte studiert man in der Klassischen Archäologie?

Die Klassische Archäologie beschäftigt sich mit den antiken Kulturen des mediterranen Bereichs und des Schwarzmeergebietes. Ihr Zeithorizont erstreckt sich von der Ägäischen Bronzezeit (ab ca. 3200 v. Chr.) bis zum frühen Mittelalter (ca. 500-800 n. Chr.). Schwerpunkte bilden dabei die Erforschung der materiellen Hinterlassenschaften der griechischen und römischen Kultur. Berücksichtigung finden aber auch andere Kulturen, die Beziehungen zur griechisch-römischen Welt pflegten (z.B. Phönizier, Etrusker, Skythen).
Die Klassische Archäologie versteht sich als eine kulturgeschichtliche Disziplin, deren Arbeitsgrundlage die materiellen Hinterlassenschaften antiker Kulturen sind. Diese archäologischen Artefakte werden als historische Quellen gewertet und sind Ausgangspunkt für Interpretationen verschiedenster kulturtheoretischer Ansätze. Auf ihrer Grundlage werden auch die Lebensräume früher Gesellschaften und ihrer Individuen rekonstruiert, Fragen zu ihrer Mentalität, ihren Wertvorstellungen und ihrer kulturellen Identität verfolgt. Hierbei arbeitet die Archäologie eng mit anderen Disziplinen der Altertumswissenschaften sowie den Sozial- und Naturwissenschaften zusammen. Thematische Schwerpunkte sind u.a. Siedlungsgeographie, Urbanistik, Architektur, Kunst (u.a. Plastik, Malerei, Keramik, Toreutik), Religion, Bestattungswesen, Handel und Wirtschaft, Sozial- und Militärgeschichte sowie das Alltagsleben.
Methodisch bedient sich die Klassische Archäologie eines breit gefächerten Instrumentariums. In der Regel gilt es zunächst, die archäologischen Artefakte zu identifizieren, ihren Entstehungszeitraum und -ort zu bestimmen. Hierzu können neben verschiedenen Vergleichsmethoden (z.B. anhand von Stil, Typologie, Ikonographie) auch naturwissenschaftliche Hilfsmittel (Archäometrie) dienen. Im Bereich der Urbanistik und Architektur kommen zudem Methoden der Bauforschung (Baubestandsanalyse, Vermessung) zur Anwendung. Auf dieser Grundlage schließen sich Fragen z.B. nach Auftraggeber, Intention und kulturellem Kontext der jeweiligen Objekte an. Die Absolventen erwerben hierbei die Kompetenz, materielle Zeugnisse (Funde und Befunde) sowie Bilddokumente als historische Quellen aufzuarbeiten und auszuwerten. Eine wichtige Rolle spielen feldarchäologische Untersuchungsmethoden, wobei neben der traditionellen Ausgrabung zunehmend zerstörungsfreie Methoden zum Einsatz kommen (z.B. Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektionen, Survey). Von Bedeutung ist ferner das Arbeiten mit Datenbanken, statistischen Auswertungsverfahren, CAD-gestützten Rekonstruktionsmethoden und geographischen Informationssystemen (GIS). In diesen Bereichen pflegt die Archäologie enge Kontakte zu naturwissenschaftlichen Disziplinen.

Welche Inhalte studiert man in der Archäologie der Römischen Provinzen?

Die Archäologie der Römischen Provinzen (ARP) erforscht die materielle Kultur der römischen Antike vor allem in den Provinzen des römischen Reiches. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Wirtschafts-, Kultur-, Siedlungs-, Religions- und Militärgeschichte. Auf der Grundlage archäologischer Funde, historischer Quellen und Bilddokumenten versucht die ARP das Leben in den kulturell zum Teil sehr verschiedenartigen Provinzen des Reiches zu rekonstruieren. Der Austausch zwischen mediterran-römischer und einheimischer Bevölkerung (Akkulturation) und die daraus neu entstehenden “Provinzkulturen” gehören zu den zentralen Themen des Faches.
Der traditionelle Forschungsschwerpunkt liegt in den nordwestlichen Provinzen des römischen Reiches, aber auch der Donau- und der Mittelmeerraum gehören zu den Arbeitsgebieten der ARP. Zentrale Forschungsbereiche des Kölner Instituts sind die Limesforschung und siedlungsarchäologische Untersuchungen im Rheinland und in der Eifel. Entsprechend eng ist die Zusammenarbeit mit den deutschen Denkmalpflegeämtern und Museen. Daneben zählen auch zahlreiche ausländische Forschungs- und Denkmalpflegeinstitutionen zu den engeren Kooperationspartnern des Kölner Instituts.
Zum Studium gehören neben der Kenntnis der materiellen Kultur (z. B. Bronzekleinfunde und Keramik) und der wichtigsten Denkmäler auch Exkursionen in die verschiedenen Provinzen des römischen Reiches und der angrenzenden Gebiete. Die Studierenden erwerben dabei die Kompetenz, materielle Zeugnisse (Funde und Befunde) sowie Bilddokumente als historische Quellen aufzuarbeiten und auszuwerten. Die Einbindung in archäologische Ausgrabungen und Surveys im In- und Ausland und die Mitarbeit an den zahlreichen Forschungsprojekten des Faches ergänzen die Ausbildung.


Welche Studiengänge können in Köln studiert werden?

Die am Archäologischen Institut vertretenen Fächer 'Klassische Archäologie' und 'Archäologie der Römischen Provinzen' können im Rahmen von zwei verschiedenen Bachelor- und Master-Studiengängen studiert werden, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte und Sprachanforderungen aufweisen. Beide Bachelorstudiengänge beginnen jeweils im Wintersemester und haben eine Regelstudienzeit von 6 Semestern.

Studiengang 'Antike Sprachen und Kulturen'
Die beiden Fächer 'Klassische Archäologie' und 'Archäologie der Römischen Provinzen' werden im Bachelor gemeinsam als eine Studienrichtung 'Archäologie' im Zweifach-Studiengang 'Antike Sprachen und Kulturen' (ASuK) gewählt. Eine Spezialisierung findet erst gegen Ende des Bachelor-Studiums statt. Im Master können die beiden Fächer jeweils als eigene Studienrichtungen gewählt werden. Dieser Studiengang ist mit den altertumswissenschaftlichen Nachbarfächern vernetzt und hat eine stärker kulturwissenschaftliche Orientierung.

Bachelor-Studiengang 'Antike Sprachen und Kulturen', Studienrichtung Archäologie
Master-Studiengang 'Antike Sprachen und Kulturen', Studienrichtung 'Klassische Archäologie'
Master-Studiengang 'Antike Sprachen und Kulturen', Studienrichtung 'Archäologie der Römischen Provinzen'

Studiengang Archäologie
Im Rahmen des Studiengangs 'Archäologie' können die Fächer Klassische Archäologie, Archäologie der Römischen Provinzen oder Ur- und Frühgeschichte jeweils als Einzelfach oder in verschiedenen Kombinationen, auch mit anderen Fächern studiert werden. Dieser Studiengang wird in Kooperation mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte durchgeführt. Er ist praxisorientierter (u.a. Grabungspraktika) und enthält größere Anteile naturwissenschaftlicher Methoden und ArchäoInformatik.

Bachelor-Studiengang 'Archäologie'
Master-Studiengang 'Archäologie'


Welche Möglichkeiten bietet das Studium der Archäologie in Köln?

Neben einer hochqualifizierten Fachausbildung können die Studierenden in Köln in Forschung und Lehre von einem breit gefächerten altertumswissenschaftlichen Angebot und einem besonderen Maß an Interdisziplinarität profitieren. Benachbarte Disziplinen (z.B. Latein, Alte Geschichte, Antike Philosophie, Griechisch, Byzantinistik) können in das Studium der Archäologie integriert werden. Andere Nachbarfächer können im Rahmen des Bachelor-Studiums zusammen mit Archäologie studiert werden.

Durch Exkursionen in Gebiete, die von der griechischen bzw. der römischen Kultur geprägt wurden, werden die Studierenden mit wichtigen Monumenten und der Topographie dieser Regionen vertraut. Die Lehr- und Forschungszentren der Fakultät (u.a. ZAKMIRA, das Lehr- und Forschungszentrum für die antiken Kulturen des Mittelmeerraums ) veranstalten regelmäßig u.a. Ringvorlesungen, die der Horizonterweiterung dienen. Dadurch und durch das interdisziplinär angelegte Studium kann das Fach in größeren Zusammenhängen gesehen werden, wovon die Studierenden auch in ihrer späteren beruflichen Praxis Gewinn haben.


Was zeichnet das Studium der Archäologie in Köln im Besonderen aus?

Die Universität Köln bildet mit dem Archäologischen Institut und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte einen der wichtigsten Archäologie-Standorte in Deutschland. Entsprechend vielfältig ist das Studienangebot, die Forschungsaktivitäten und die zur Verfügung stehenden Ressourcen. Besondere Kennzeichen sind u.a.:

  1. Die enge Vernetzung der Archäologie der Römischen Provinzen mit der Klassischen Archäologie und der Ur- und Frühgeschichte.
  2. Die Zusammenarbeit mit dem Arbeitsstelle für Digitale Archäologie.
  3. Eine hervorragende Ausstattung an naturwissenschaftlichen Labors und Computerlabors.
  4. Die enge Vernetzung mit anderen altertumswissenschaftlichen Fächern (insbesondere im Studiengang ASuK).
  5. Die Integration von Naturwissenschaften und ArchäoInformatik in das Studium (insbesondere im Studiengang Archäologie).
  6. Die Möglichkeit zur Mitarbeit an Ausgrabungen und Projekten im Bereich der antiken Bauforschung, der Skulptur und der Topographie.
  7. Die enge Zusammenarbeit mit der lokalen und regionalen Bodendenkmalpflege.
  8. Eine enge Zusammenarbeit mit den Archäologien der Universität Bonn, deren Studienprogramm teilweise integriert werden kann.

Welche Voraussetzungen und Eigenschaften sollte man für das Studium der Archäologie mitbringen?

Ein Studium der Archäologie ist dann eine attraktive Ausbildung, wenn man Interesse am reflektierten Umgang mit den antiken Kulturen und ihren materiellen Hinterlassenschaft hat.
Zu den sprachlichen Voraussetzungen gehören Englisch- und Lateinkenntnisse im Umfang des Latinums. Das Studium ist so konzipiert, dass es auch dann in sechs Semestern abgeschlossen werden kann, wenn man keine Lateinkenntnisse mitbringt. Ist ein weiterführendes Masterstudium in der Spezialisierung Klassische Archäologie geplant, ist es vorteilhaft, wenn man bereits Kenntnisse in Altgriechisch hat, doch können auch diese erst an der Universität erworben werden. Lesefähigkeit in weiteren europäischen Sprachen (bes. Französisch und Italienisch) im Laufe des Studiums zu erwerben ist unerlässlich: Archäologie ist eine international ausgeübte Wissenschaft.
Wer Archäologie studiert, muss (wie in anderen Studien auch) eine sachbezogene Eigeninitiative und den Willen zu kontinuierlicher Arbeit mitbringen. Dazu sollte die Bereitschaft kommen, die Ergebnisse der eigenen Studien für andere verständlich zu formulieren und argumentativ zu begründen.


Welche Möglichkeiten bieten sich nach dem Studium der Archäologie?

Durch das Studium der Archäologie erwerben Sie auch wertvolle Schlüsselqualifikationen, z. B. im Bereich der Präsentationstechniken und der Neuen Medien. Sie üben Problemlösungs-Strategien für unterschiedliche Bereiche ein und erlangen damit eine Abstraktionsfähigkeit, die Sie für viele Tätigkeiten qualifiziert, z.B.

  1. in Museen.
  2. bei Grabungsfirmen und in der Bodendenkmalpflege.
  3. im Verlagswesen.
  4. im Bibliothekswesen.
  5. in der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung, im Kulturmanagement und Tourismus.
  6. in internationalen Organisationen.
  7. in Archiven.
  8. in unterschiedlichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Wo kann man sich weiter informieren?

Zentrale Studienberatung
Studienberatung der Philosophischen Fakultät
Fachstudienberatung Archäologie
Aktuelle Angaben zur Studienplatzvergabe
Bewerbungsanträge
Informationen und Bewerbungsanträge für ausländische Studierende
Vorlesungsverzeichnis