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Prof. Dr. Reinhard Förtsch

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Tel.: +49 (0)221/ 470-2946
Fax: +49 (0)221/ 470-5099
Email: foertsch(at)mac.com

Lebenslauf

  • geboren 1958
  • 1989 Promotion an der Georg-August-Universität Göttingen
  • 1989 Hochschulassistent am Archäologischen Institut der Universität zu Köln
  • 1989-90 Reisestipendium des DAI
  • 1990-96 Hochschulassistent am Archäologischen Institut der Universität zu Köln
  • 1994 Habilitation an der Universität zu Köln
  • 1996-2012 Akademischer Oberrat und Leiter des Forschungsarchivs für Antike Plastik/CoDArchLab an der Universität zu Köln
  • seit 2012 Wissenschaftlicher Direktor für Informationstechnologien am DAI Berlin

Forschungsschwerpunkte

  • Repräsentanz von Objekten
  • Kontextualisierungen und Konzepte der Klassischen Archäologie in der Informationstechnologie

Publikationen

Monographien:

  • R. Förtsch, Archäologischer Kommentar zu den Villenbriefen des jüngeren Plinius. Beiträge zur Erschließung der hellenistischen und kaiserzeitlichen Skulptur und Architektur XIII (1993).
  • R. Förtsch, Kunstverwendung und Kunstlegitimation im archaischen und frühklassischen Sparta (2001).

Aufsätze:

  • R. Förtsch, Zu einem Fassadenzitat im Theater von Syrakus, Römische Mitteilungen 95, 1987, 309 f.
  • R. Förtsch, Ein Aurea Aetas-Schema, Römische Mitteilungen 96, 1989, 333 f.
  • R. Förtsch, Die Architekturdarstellungen der Omaijadenmoschee von Damaskus und die Rolle ihrer antiken Vorbilder, Damaszener Mitteilungen 7,1993,177 f.
  • R. Förtsch, Zeugen der Vergangenheit, in: M. Wörrle - P. Zanker (Hrsg.), Stadtbild und Bürgerbild im Hellenismus. Kolloquium München 1993 (1995) 173 f.
  • R. Förtsch, Geschichte und Ziele des Forschungsarchivs für Antike Plastik, in: Antike Schätze. Aus der Arbeit des Archäologischen Instituts der Universität zu Köln. Ausstellungskatalog Köln (1995) 7 ff.
  • R. Förtsch, Die Herstellung von Öffentlichkeit in der spätrepublikanischen Wohnarchitektur, in: W. Hoepfner - G. Brands (Hrsg.), Basileia. Akten des Symposion "Hellenistische Paläste" 1992 (1996) 240 f.
  • R. Förtsch, The Residences of King Herod and their Relations to Roman Villa Architecture, in: K. Fittschen - G. Foerster (Hrsg.), Judaea and the Greco-Roman World in the Time of Herod in the Light of Archaeological Evidence (1996) 73 ff.
  • R. Förtsch, Telephos oder Achill. Ein Fall von Potentialerschöpfung. Römische Mitteilungen 103, 1996, 67 f.
  • R. Förtsch, Villa und Prätorium. Zur Genese der Prätoriumsbauten frühkaiserzeitlicher Legionslager. Kölner Jahrbuch 28, 1995, 617 f.
  • R. Förtsch, Die Nichtdarstellung des Spektakulären: Griechische Bildkunst und griechisches Drama im 5. und frühen 4. Jh. v. Chr. Hephaistos 15, 1997, 47 f.
  • R. Förtsch, L'immagine della citta e l'immagine dell' cittadino, in: S. Settis (Hrsg.), I Greci. Storia, cultura, arte, societa II 3 (1998) 405 f.
  • R. Förtsch, Spartan Art: Its many different deaths, in: W. G. Cavanagh - S. E. C. Walker (eds.), "Sparta in Laconia". Proceedings of the 19th British Museum Classical Colloquium. London (1999) 48 f.
  • R. Förtsch, Was Spartan Art different? In: J. Bergemann (Hrsg.), Wissenschaft mit Enthusiasmus. Beiträge zu antiken Bildnissen und zur historischen Landeskunde. Klaus Fittschen gewidmet (2001) 27 f.
  • R. Förtsch, Arachne. Vom Webstuhl zum Gewand. Symposium "Das gemeinsame Auge: Kooperative visuelle Forschung" am 14.9.2001 im Rahmen der prometheus-Tagung in Köln.
  • R. Förtsch, Internet-Datenbanken. Jahrestagung des DArV am 20. - 22. Juni 2003 in Köln zu "Archäologie und Medien".
  • R. Förtsch, Die Villa Kerylos und das Haus Wiegandt, in: Th. Fischer (Hrsg.), Bilder von der Vergangenheit. Schriften des Lehr- und Forschungszentrums für die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes (2005) 145 f.
  • R. Förtsch, Bilddatenbanken in Forschung und Lehre. Die Klassische Antike, in: Ausgewählte Themen der Datenverarbeitung des ZAIK/RRZK, SS 2005. Aufgezeichnet von der Multimedia-Gruppe des ZAIK als video on demand.
  • Carmen Marcks – Reinhard Förtsch, Geschichte der Archäologie im Spiegel ihrer Medien, in: D. Boschung – H. Hellenkemper (Hrsg.), Kosmos der Zeichen. Schriftbild und Bildformel in Antike und Mittelalter. ZAKMIRA Schriften 5 (2007) 359 ff.
  • Ortwin Dally – Friederike Fless – Reinhard Förtsch, Altertumswissenschaften. In: Heike Neuroth – Stefan Strathmann – Achim Oßwald – Regine Scheffel – Jens Klump – Jens Ludwig (Hrsg.), Langzeitarchivierung von Forschungsdaten: Eine Bestandsaufnahme (Version 1.0 – 2012), 161 – 178.

Rezensionen:

  • R. Förtsch, Rez. zu: R. Neudecker, Die Skulpturenausstattung der römischen Villen in Italien (1986). Gnomon 64, 1992, 520 ff.
  • R. Förtsch, Rez. zu: John R. Clarke, The Houses of Roman Italy 100 B. C. - A. D. 250. Ritual, Space and Decoration (1991). Gnomon 66, 1994, 543 f.

Lexikonartikel:

  • Ca. 15 Artikel aus dem Lemma "Rom" im Neuen Pauly 1 f. (1996 f.)

Herausgeberschaft:

Abgeschl. Projekte

Ubi erat Lupa

Die Bilddatenbank www.ubi-erat-lupa.org (Kurzbezeichnung lupa) ist den antiken Steindenkmälern (Rundplastiken, Reliefs, Inschriften, Architekturstücken etc.) gewidmet, weil sie die wichtigsten Informationsträger zu Gesellschaft, Kultur und Kunst der Antike sind.

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Digitalisierung der Archive Fittschen und Malter

Das Ziel des von der DFG unterstützten Projektes ist die Konservierung und wissenschaftliche Erschließung der Archive Fittschen und Malter über die Internet-Datenbank ARACHNE.

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Digitalisierung der Skulpturennegative des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom

Das Ziel des von der DFG unterstützten Projektes war die Konservierung und wissenschaftliche Erschließung der Skulpturennegative des DAI Rom über die Internet-Datenbank ARACHNE.

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Die Skulpturen der Berliner Antikensammlung

Im Rahmen einer Kooperation mit den Berliner Museen/Stiftung Preußischer Kulturbesitz nimmt das Forschungsarchiv an der umfassenden Neudokumentation und -publikation der Berliner Museumsinsel teil, die von der Antikensammlung Berlin geplant und durchgeführt wird. Etwa 4/5 von ihnen sind seit dem 2. Weltkrieg einer wissenschaftlichen wie auch einer breiteren Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich gewesen. Die Materialien entstammen einerseits der Sammlung der preußischen Könige, wovon den in den Schlössern ausgestellten Teil das Forschungsarchiv schon bei früherer Gelegenheit aufgenommen und in Arachne veröffentlicht hat, einen anderen bedeutenden Schwerpunkt bilden etwa Bauplastik und Skulpturen aus Kleinasien.

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DAI-Objectdata-Ecosystem

Die im Jahre 2004 begonnene Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut beginnt in der ganzen Breite der DAI-Aktivitäten Platz zu greifen. So ist der Einstieg in die Bilddigitalisierung gelungen durch die DFG-Förderung der Digitalisierung von 40.000 historischen DAI_Glasnegativen. Zudem partizipiert die Universität zu Köln an der ebenfalls DFG-finanzierten Aufarbeitung der Basilica Aemilia durch die exemplarische Erstellung einer Webplattform für die Erfroschung eines antiken Gebäudes. Als weiteres prominentes Projek wäre die digitalisierte Version des Corpus der Antiken Sarkophage zu nennen. In den Aktivitäten des Deutschen Archäologischen Instituts ist dessen Grabungstätigkeit ein weiteres Schwerpunktgebiet. Diese Grabungen werden dort, wo sie moderner geführt werden, mit Geographischen Informationssystemen (GIS) systematisiert. Um diese Neuentwicklung nicht völlig divergieren zu lassen und weil diese GIS-Systeme auch reine Objektdatenverwaltungen als Komponenten enthalten, liegt hier eine der entscheidenden Schnittstellen für den Datenverkehr.

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Die Basilica Aemilia

Im Rahmen der Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut in Rom ist das Forschungsarchiv an der Neuaufnahme der Basilica Aemilia beteiligt und übernimmt, gemeinsam mit der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Informationsverarbeitung der Universität zu Köln (HKI), aus IT-seitiger Sicht die Sicherung einer möglichst kohärenten Webpräsenz der Materialien. Ziel des Projektes ist die Klärung der frühen Bauphasen bis zur frühen Kaiserzeit. Dazu wird eine möglichst komplette Synthese aller älteren Materialien mit gezielten Neuuntersuchungen unternommen.

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Digitalisierung des Corpus der minoischen und mykenischen Siegel

Das Projekt soll in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und der Marburger Akademiearbeitsstelle "Corpus der minoischen und mykenischen Siegel" unter wissenschaftlicher Betreuung der Kommission für Archäologie der Mainzer Akademie durchgeführt werden.

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Bilddatenbank der Gipsabgußsammlung antiker Skulpturen des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn

Die Gipsabgußsammlung des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn soll sukzessive fotografisch erfaßt und in eine Bilddatenbank überführt werden, die in Köln wie in Bonn abfragbar sein wird. Die fachlichen Schwerpunkte der Archäologischen Institute in Bonn und Köln können dadurch anhand von zwei Einrichtungen näher zusammengeführt werden, die die Prägung durch die griechische bzw. die römische Kunst in besonders markanter Weise tragen: die Bonner Gipsabgußsammlung und das Kölner Forschungsarchiv. Die Bonner Gipsabgußsammlung ist eine der größten in Europa, das Kölner Forschungsarchiv besitzt die größte spezialisierte Fotosammlung auf dem Gebiet der antiken Skulptur. Die Lehre am Kölner Institut erhielte durch die Bilddatenbank Zugang zu einer gewichtigen Ressource der Universität Bonn im Bereich der griechischen Kunst.

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Webpräsenz des Corpus der Antiken Sarkophage

Im Rahmen der Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut ist das Forschungsarchiv an der Neukonzeption des Corpus der Antiken Sarkophage beteiligt und übernimmt aus IT-seitiger Sicht die Sicherung einer möglichst kohärenten Webpräsenz der Materialien. Das Corpus war im Jahre 1870 vom Deutschen Archäologischen Institut als Sammlung und Publikation der Sarkophage der römischen Kaiserzeit beschlossen worden. In einer Pilotphase, die von der Universität zu Köln und dem DAI gemeinsam finanziert wird, soll eine adäquate softwaretchnische Strukturierung erarbeitet und an ausgewählten Gattungen beispielhaft verwirklicht werden. Dazu können u. a. die großen, teilweise bereits digitalisierten Fotobestände des Forschungsarchivs zur antiken Sarkophagplastik herangezogen werden.

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Digitalisierung der Glasnegative des Deutschen Archäologischen Instituts im Rahmen von Emagines.

Das DAI verfügt aufgrund seiner Forschungstradition weltweit über die größten und ältesten Bildbestände im Bereich der Archäologie der Mittelmeerländer. Sie sollen unter dem Projekttitel Emagines in einer strategischen Langzeitplanung digitalisiert und über die vom Deutschen Archäologischen Institut und dem Forschungsarchiv für Antike Plastik betriebene Webdatenbank Arachne weltweit zugänglich gemacht werden.

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Datenbankbrowser zum Pergamonaltar

Nach seiner ca. 3 Millionen Euro teuren Restaurierung befindet sich der Pergamonaltar heute in einem Zustand, wie er zumindest seit seiner Auffindung nicht mehr gegeben war. Sein Erscheinungsbild war bald von Ergänzungen und Verunklärungen durch über die Jahrzehnte zunehmenden Staubniederschlag gekennzeichnet. Demgegenüber ist die Oberfläche jetzt in einer Frische zu sehen, die interessierte Museumsbesucher wie Fachleute immer wieder beeindruckt. Daher wurde der gesamte Fries in mehreren Durchgängen mit Gesamtansichten fotografisch dokumentiert, was durch Detailaufnahmen der Köpfe fortgesetzt wird. Um dem Monument in Lehre und Forschung eine seinem neugewonnenen Zustand angemessene Sichtbarkeit zu verleihen, soll mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung ein Bildbrowser erstellt werden, der das Konzept des sehr häufig benutzten Ara Pacis Browsers in ARACHNE fortschreibt.

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Imagines Principum

Das römische Kaiserporträt war, wie seit langem erkannt, ein gezielt und wirkungsvoll eingesetztes Mittel der herrscherlichen Selbstdarstellung und damit Ausdruck von Machtkonstellationen und Loyalitätsverhältnissen. Es sollte den Reichsbewohnern nicht nur eine eindrückliche Vorstellung von der Erscheinung des Kaisers geben, sondern auch seine exponierte Position visualisieren, begründen und letztlich unangreifbar machen. Während Ehreninschriften, Lobreden und Rechenschaftsberichte seine Erfolge genau benennen, historisch verorten und überprüfbar vorlegen können, argumentiert das Porträt als Bildmedium nonverbal mit positiv empfundenen Zeichen und Zuordnungen, mit ästhetischen Werten und mit der lebensnahen körperhaften Präsenz der Rundplastik.

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