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09.10.2017

Antike Skulpturen im Musée de Laon

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  • Foto-Arbeiten im Musée de Laon
    Abb. 1: Vorbereitung der Foto-Arbeiten im Musée de Laon. Im Hintergrund links und rechts griechische Grabstelen des 4. Jahrhunderts v. Chr., die Gegenstand der laufenden Forschungen sind. Abbildungsnachweis: Forschungsarchiv für antike Plastik Köln, FA-GEN-2895-32; Aufnahme Gisela Geng.
  • Musée de Laon Inv.-Nr. 2101/34
    Abb. 2: Musée de Laon Inv.-Nr. 2101/34. Marmorstatuette eines Knaben mit Mantel und einem Korb mit Fischen. 1. Jh. v. Chr.; H. 52 cm. Abbildungsnachweis: Forschungsarchiv für antike Plastik Köln, Neg. FA-GEN-2878-01; Aufnahme Gisela Geng.

Mit Unterstützung der Freunde und Förderer der Universität zu Köln wurden 1991 und 1994 im Musée de Laon von dem Kölner Archäologen Andreas Linfert und Fotomeisterin Gisela Geng geb. Dettloff zwei Fotokampagnen durchgeführt, um die antiken Skulpturen im Musée de Laon zu dokumentieren. Der frühe Tod Andreas Linferts verhinderte damals die abschließende Bearbeitung. Dank der Unterstützung durch die Fritz Thyssen Stiftung kann der bedeutende, bisher unpubliziert gebliebene Bestand nun von Dr. Karolina Kaderka (Paris) und Dr. Paul Scheding (München) in einem wissenschaftlichen Katalog aufgearbeitet werden.

Die Sammlung wurde von Joseph Eugene Paul-Marguerite de La Charlonie (1844–1921) aus dem Kunsthandel zusammengetragen. Aufgrund der Qualität der Skulpturen, ihrer Vielfalt und ihres guten Erhaltungszustands haben die rund 100 Objekte herausragende Bedeutung. Im Gegensatz zu den Antikensammlungen des 17. und 18. Jahrhunderts wurden an den in Laon befindlichen Objekten keine Ergänzungen vorgenommen. Sie stammen größtenteils aus dem östlichen Mittelmeerraum, insbesondere aus Griechenland, Kleinasien und Alexandria, und umfassen eine Bandbreite griechischer Originalskulpturen, die von männlichen Mantelfiguren des 6. Jahrhunderts über Grabreliefs und Götterbilder des 4. Jahrhunderts v. Chr. bis zu späthellenistischen Werken reicht. Unter den römischen Skulpturen sind vor allem die Porträts aus der hadrianischen Zeit und einige spätantike Köpfe hervorzuheben.

Durch die Erstellung eines zweisprachigen Glossars soll zudem der wissenschaftliche Austausch zwischen der frankophonen und der deutschsprachigen Forschung befördert werden. Das Archivmaterial im Musee de Laon bietet für einige Stücke wichtige Aufschlüsse über ihre Provenienz.

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